Vereine

ffw-florian-transparentGründungsjahr: 1899
Mitglieder: ca. 150
Ziele und Aufgaben: Förderung des Brandschutzes und des gemeinschaftlichen Lebens in Nanzenbach.

Internetseite: www.feuerwehr-nanzenbach.de 

 

Aktivitäten:

Den Schwerpunkt in den Aktivitäten des Feuerwehrvereins bildet dieFörderung des Brandschutzes und somit die Verbesserung der Sicherheitfür alle Bürgerinnen und Bürger in Nanzenbach.Zum gesellschaftlichen Leben in Nanzenbach trägt der Feuerwehrvereindurch den Bürgerfrühschoppen, das Laternenfest zu Gunsten vonKindergarten und Grundschule, die Nikolausaktion und viele gemeinsameVeranstaltungen wie z.B. die Sonnwendfeier bei.Bei den Familientagen und Vereinsausflügen verbringen unsere Mitgliederob jung oder alt ein paar schöne Stunden miteinander. Die Kinder unsererVereinsmitglieder werden in jedem Jahr vom „Feuerwehr-Nikolaus"besucht

Jugendarbeit:

Übung der JugendfeuerwehrAuch, wenn wir mit unserer Jugendarbeit natürlich Nachwuchs für die Einsatzabteilung der Feuerwehr gewinnen möchten, steht es bei uns im Vordergrund den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Neben dem feuerwehrtechnischen Wissen und Können werden in den Übungs- und Gemeinschaftsabenden auch soziale Kompetenzen wieTeamfähigkeit, gesellschaftliche Verantwortung usw. vermittelt. Zur Zeit betreuen wir 20 Jugendliche (15 Jungen und 5 Mädchen). Außer den Übungsdiensten an jedem Montag und den Gemeinschaftsabenden stehen viele weitere Veranstaltungen wie Geländespiele, Zeltlager, Fahrten usw. in unserem Terminplan. Die meisten dieser Veranstaltungen führen wir gemeinsam mit anderen Jugendfeuerwehren,Organisationen und Vereinen durch.

Weiteres:

Der Vereinszweck laut Satzung ist die Förderung des Brandschutzes inNanzenbach. Diese Aufgabe erfüllen wir in vielfältiger Weise. In denletzten Jahren wurden beispielsweise verschieden Geräte für dieFeuerwehr finanziert, die seitens der Stadt nicht beschafft werdenkonnten. Die von der Einsatzabteilung durchgeführte Brandschutzerziehungin Kindergarten und Grundschule wird vom Verein ebenfallsfinanziell unterstütztWir arbeiten mit dem Dorf und für das Dorf.Gegenseitige Hilfe und gute Zusammenarbeit sind in Nanzenbachselbstverständlich und so ist es natürlich auch bei der Feuerwehr.Beispiele dafür gibt es in verschiedensten Bereichen. Zum einen dasLaternenfest, das die Feuerwehr in jedem Jahr zu Gunsten vonKindergarten und Grundschule organisiert.

BrandschutzerziehungAuch bei der Brandschutzerziehung, die wir an insgesamt 4 Tagen imJahr durchführen ist die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen undLehrerinnen sehr gut und bei verschiedenen Veranstaltungen zurBrandschutzaufklärung beraten wir die Nanzenbacher rund um dasThema Brandschutz.Wenn der Efeu an der Kirche wieder zu weit gewachsen ist, kürzen wirihn und, wenn es Winter wird, bereiten wir die Weihnachtsbeleuchtungvor und bringen sie an den Straßenlampen an.Um uns für die tolle Unterstützung zu bedanken, haben wir denNanzenbachern in den letzten Jahren mit einem großen Schriftzug amHübschbeul ein Frohes Fest gewünscht.Im letzten Jahr musste das Gerätehaus in Nanzenbach umgebautwerden, um ausreichend Platz für das neue Einsatzfahrzeug zurVerfügung zu haben. Die Baumaßnahmen wurden dabei inEigenleistung vom Feuerwehrverein durchgeführt. Dadurch konnte dieStadt Dillenburg eine erhebliche Summe einsparen. Diese Bereitschaft,sich selbst einzubringen, um etwas zu erreichen, ist bei uns, wie inganz Nanzenbach, bereits lange vorhanden. Schon bei den letztenUmbaumaßnahmen Anfang der 90er Jahre wurde ein großer Teil inEigenleistung erbracht, wodurch erhebliche Mittel eingespart werdenkonnten.Das auch die Nanzenbacher unsere Arbeit schätzen und unterstützenhaben wir auch bei der Einweihung unseres Umbaus wieder erfahren,als die Ortsvereine uns einen „Glasmaster" spendeten, der unszukünftig hilfreiche Dienste leisten wird, wenn wir zu einemVerkehrsunfall ausrücken müssen.

Quelle: Präsentationsmappe - Beiträge zum Wettbewerb „Unser Dorf" 2005
Status: Aktualisiert von Melanie Schnautz (Jugendarbeit) 2013

 

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Spielplan Kreisliga CKrombacher Kreispokal

Stadtmeisterschaft HerrenStadtmeisterschaft Alte Herren

Kader des FSV Nanzenbach

 

 

 

 

Gründungsjahr: 1921

Mitglieder: 223

fsv vorstandVorstand:

  • Vorsitzender: Alfred Kegel
  • Stellvertreter: Björn Gössl
  • Kassierer: Janina Klabunde und Lothar Gössl
  • Kassenprüfer: Jens Hederer und Luca Noel Homscheid
  • Schriftführer: Frank Wagner
  • Beisitzer: Matthias Herrmann, Hans-Joachim Hüter und Jens Nickel

Gesamtjugendleiter JSG Eibach/Nanzenbach:Torsten Reeb

Spielausschussobmann: Marcel Küster mit Hans-Jörg Trust und Roland Markl

Öffentlichkeitsarbeit: Jan Erik Trust

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Team

Tor: Luca Noel Homscheid, Björn Gössl
Abwehr: Lukas Hartmann, Daniel Horch, Patrick Horch, Christopher Klabunde, Andreas Markaj, Daniel Nickel, Robin Scheiter, Patrick Schwarz, Reik Trensinger, Marius Walter
Mittelfeld: Feridun Eren, Tom Lucas Grisar, Michael Klabunde, Marcel Küster, Mathias Küster, Michael Müller, Lukas Nickel, Kaan Ismet Tas, Jan Erik Trust
Angriff: Silas Deis, Benjamin Müller, Jakob Nickel, Frank Menne Wagner, Tim Connor Wagner

Trainer: Peter Schukat

 

 Aufgaben

Förderung des Sports in Nanzenbach im Allgemeinen, mit besonderem Augenmerk auf den Fußball. Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene mit Spaß zum Fußballspiel zu bewegen. Darüber hinaus: Eingliederung des Verein und seiner Mitglieder in die Dorfgemeinschaft, u.a. durch Mithilfe bei Dorfaktivitäten. Der Sportverein fördert Gemeinschaftssinn und Kameradschaft. Letztere ist laut dem Trainer Peter Schukat (2017/2018 und 2018/2019) einmalig in seiner Trainerlaufbahn.

 

Aktivitäten

Aktive Teilnahme am Spielbetrieb des Hessischen Fußballverbandes mit einer Seniorenmannschaft in der Kreisliga C, einer Alte-Herren-Mannschaft und drei Jugendmannschaften (SG). Darüber hinaus besteht eine Gymnastik- und eine Aerobicabteilung. Erhaltung der Sportanlagen und des vereinseigenen Wasserwerkes. Ausrichtung der Fußball-Dorfmeisterschaft, Ausbau und Weiterführung des Kartoffelbratfestes am Tag der deutschen Einheit, Unterstützung der Dorfvereine bei allgemeinen Veranstaltungen.

 

Jugendarbeit

Die Jugendabteilung wurde Anfang der 70er Jahre gegründet. Die Finanzierung hat sich seinerzeit durch die Lottoliste (Zusatzzahl) fast getragen. Jeder, der dem Jugendfußball wohlgesonnen war, konnte mit einem Einsatz von 1,- DM pro Tipp, bei richtiger Vorhersage der Zusatzzahl, 20,- DM gewinnen. Dadurch kamen jede Woche knapp 30 Mark in die Jugendkasse. Seither hatte man verschiedene eigene Mannschaften, aber auch Spielgemeinschaften gestellt. So z.B. mit dem SSV Hirzenhain (100 Jugendliche und 5 Mannschaften) oder seit 1984 mit dem TSV Eibach. Die JSG Eibach/Nanzenbach verzeichnet in der Spielzeit 2017/2018 rund 50 Kinder und nimmt mit zwei F-Junioren-Mannschaften sowie einem E-Junioren-Team am Spielbetrieb des hessischen Fußballverbandes teil.

 

Gründung des Vereins

fsv-mannschaft-1927Der Fußballsportverein 1921 Nanzenbach e.V. wurde im Jahr 1921 ins Leben gerufen, als sich einige Nanzenbacher zusammenfanden, um auch in Nanzenbach einen Fußballverein zu gründen. Damit war die Grundlage für einen geordneten Spielbetrieb gegeben. Zunächst wurde auf dem unteren Weidefeld ein provisorischer „Platz" errichtet. Nach kurzer Zeit fand man auf „Haigergruben" ein neues Domizil.

 

 

 

 

Bau der Wassergewinnungsanlage unseres Sportheimes

fsv-wasserwerkNach einigen Gesprächen bezüglich Planung und Aufgabenzuteilung konnte im März 1986 endlich mit dem Bau eines Wasserwerkes begonnen werden. Eine Wasserprobe war zufriedenstellend ausgefallen, sodass das Wasserwerk Dillenburg und das Bergbauamt Weilburg grünes Licht gaben. Nachdem der Stollen gereinigt und teilweise ausgebaut wurde, konnte nach 1370 Arbeitsstunden am 09. August 1986 erstmals Wasser zum Sportheim gefördert werden.

 

 

Sportheim Neubau

fsv-sportheim-1087Am 30. April 1987 wurde der Grundstein für den Bau eines neuen Sportheimes gelegt. Wer kennt nicht die alten Kabinen? Diese mussten dem Neubau weichen, denn an der gleichen Stelle sollte das neue Heim errichtet werden. Nach nicht ganz einem Monat konnten wir am 23. Mai 1987 das Richtestfeinern. Alle Arbeiten, innen und außen, wurden selbst erledigt. Eine große Anzahl von Mitgliedern des FSV packte mit an. Über den Fleiß und den Einsatz unserer Mitglieder mit insgesamt 7200 Arbeitsstunden konnte man nur staunen.

Der FSV Nanzenbach hat mit diesen Bauten wieder einmal bewiesen, was durch Gemeinsamsinn und Kameradschaft erreicht werden kann.

 

Gymnastikabteilung

1984 gründeten 23 interessierte Frauen die Gymnastikabteilung, darüber hinaus, im Jahr 1999, eine Aerobicgruppe. Die Mitgliederzahl steigert sich von Jahr zu Jahr, so dass mittlerweile über 50 Frauen dabei sind. Jeden Montag treffen sich die Damen der Gymnastik unter der Leitung von Angelika Hartmann sowie jeden Dienstag die Damen der Aerobicgruppe unter der Leitung von Sybille Eichert zu ihren Übungsstunden.

 

Quelle: Präsentationsmappe - Beiträge zum Wettbewerb „Unser Dorf" 2005
Status: Aktualisiert von Wolfgang Stein (März 2018)

 

  

 

 

 

 

 


 

 










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heimatverein-logoGründungsjahr: 1991

Mitglieder: 97 (Stand: Januar 2013)

Ziele und Aufgaben: Ziel und Aufgabe des Heimatvereins ist es Geschichte, Tradition und Brauchtum zu pflegen, das Dorfbild zu verschönern und das kulturelle Leben Nanzenbachs zu fördern.

 

Aktivitäten

Durch Ausstellungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten, durch Druckschriften und Hinweisstafeln wird den Bürgern in Nanzenbach und den Besuchern unseres Ortes die Geschichte Nanzenbachs dargestellt.

Die alljährlichen Heimatwochen mit unseren Heimatabenden – natürlich in Nanzebaijer Platt – spielen eine wichtige Rolle im kulturellen Dorfleben. Auch durch die Gestaltung markanter Plätze, wie der Anlage am DGH, des Stolleneingangs „Neue Muth" und der Ortseingänge trägt der Heimatverein zum Dorfbild und Dorfleben in Nanzenbach bei.

Eine separate Jugendarbeit gibt es im Heimatverein derzeit noch nicht.

heimatverein-volksbankauslageMit Ausstellungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten (z.B. die Weihnachtszeit, das Leben in der Winterzeit, Berufsleben und Nebenerwerbslandwirtschaft, ortsansässiges Handwerk usw.) möchten wir das Wissen über Heimatgeschichte aufrechterhalten und weitergeben und das kulturelle Angebot in Nanzenbach bereichern. Zum einen gibt es die Dauerausstellung im Schaufenster der Volksbank. Zum anderen die Ausstellungen im Dorfgemeinschaftshaus während den Heimat- und Kulturwochen, bei denen Geschichte und Tradition in lebendiger Form präsentiert werden. Des weiteren planen wir ein Heimatmuseum einzurichten, hierzu sind wir noch auch der Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten.

heimatverein-heimatabendDie Heimatabende während den Heimat- und Kulturwochen gehören sicher zu den kulturellen Höhepunkten im Dorfleben. Nicht nur aus Nanzenbach kommen die Gäste, um sich bei Sketchen, Liedern und Gedichten in „Nanzebaijer Platt" einen schönen Abend zu machen.

Auch die Verschönerung des Dorfbildes und die Bewahrung seiner historisch gewachsenen Eigentümlichkeiten ist Ziel unserer Aktivitäten. Beispiele hierfür sind die Schilder mit den Loren an den Ortseingängen zur Erinnerung an ein ehemaliges Bergmannsdorf, die Neugestaltung des Stolleneingangs „Neue Muth" und die Pflege der Anlage am DGH mit Hinweistafeln, die Informationen über den Bergbau in Nanzenbach und seiner Umgebung gibt.

heimatverein-chroniken„Nanzenbach – Geschichte eines Bergmannsdorfes" so heißt die Dorfchronik, die vom Vogelschutzverein begonnen wurde und seit der Gründung in 1992 vom Heimatverein herausgegeben wird. Bis jetzt sind 7 Bände erschienen.

 

 

 

 

 

 Besuchen Sie auch die Internetseite des Heimatvereins unter www.heimatverein-nanzenbach.de

Quelle: Präsentationsmappe - Beiträge zum Wettbewerb „Unser Dorf" 2005
Status: Aktualisiert von Bärbel Hartmann, Mai 2013

 

Gründungsjahr: 1964igf-nanzenbach

Mitglieder: 443 (Stand: 01.04.2013)

Vorstand (18.03.2016):

1. Vorsitzender  - Rolf Schönberger
2. Vorsitzender  - Jens Feierabend
Schriftführer  - Detlef Horch
1. Kassenführer  - Manuel Bremicker
2. Kassenführer  - Bruno Müller
Technische Berater  - Achim Horch, Mario Domes
Beisitzer  - Andre Quandel, Andreas Boldt, Friedrich Schäfer

 

 

 

 

 

 

Aufgaben und Ziele:

Die Ermöglichung eines gemeinschaftlichen Fernseh- und Radioempfangs für alle Bewohner Nanzenbachs und damit verbunden den Bürgerinnen und Bürgern den Weg in moderne und zukunftsfähige Kommunikation wie schnelles Internet zu bieten, ohne den historisch einmaligen und wertvollen Charakter der Hauptstraße zu zerstören.

Wer und was ist der IGF und welche Bedeutung hat er für Nanzenbach?

Historie:

Gegründet wurde der Interessenverband Gemeinschaftliche Fernsehempfangsanlage Nanzenbach e.V. am 01. Juni 1964 weil der Empfang von Fernseh- und Rundfunksignalen wegen der engen Tallage von Nanzenbach mit herkömmlichen Antennen kaum möglich war. Unter Führung von H. Schulz, Emil Kerstin und Wolfgang Konietzko wurde der IGF gegründet. Die erste Gemeinschaftsantenne wurde auf dem Hübschbeul gebaut. Nach reger Teilnahme wurde später auf dem Wissenbacher Berg eine neue verbesserte Gemeinschaftsantenne errichtet. Über einen Hauptverstärker in der Schule wurden dann alle Teilnehmenden Wohneinheiten über „Freiluftkabeln verbunden

Die Betreuung, Wartung und Neuinstallation der Gemeinschaftsantenne und der Zuleitungen sowie die Installation in den Häusern wurde mit Unterstützung heimischer Fachbetriebe größtenteils in Eigenregie durchgeführt.

Diese Versorgung war jedoch anfällig und im Laufe der Jahre nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Telekommunikation gewachsen. Alle Versuche eine externe Verbesserung der Situation durch einen Breitbandkabelanschluss oder einen Sendemast des  Hess. Rundfunks zu erreichen schlugen aus Kostengründen fehl. Als dann die Hauptstraße in Nanzenbach umfangreich erneuert und umgestaltet wurde, gleichzeitig der damalige Stromversorger EAM die bis dahin oberirdisch geführten Versorgungsleitungen unterirdisch verlegen wollte, entschloss sich der Vorstand des IGF kurzer Hand das Risiko einzugehen und ein eigenes Breitbandkabelnetz innerhalb des Ortes aufzubauen.

Nach anfänglicher Ablehnung durch die zuständigen Stellen der damaligen Deutschen Bundespost und erst durch Einschaltung der Bundestagsabgeordneten und des zuständigen Bundesministers willigte die Bundespost ein, Verhandlungen über eine Breitbandversorgung von Nanzenbach aufzunehmen.

Nach mühseligen und zähen Verhandlungen wurde dann vereinbart, dass die Post eine Kabelverbindung bis zum Übergabepunkt in Höhe des Aussiedlerhofes verlegt. Ab diesem Punkt muss der Kabelverein in Vertretung der Dorfbevölkerung das Kabelnetz in Eigenregie weiterführen.

In gleichzeitig durchgeführten Bürgerversammlungen hatten die Nanzenbacher ihre finanzielle und auch Arbeitsleistungen zugesagt. Jetzt wurde die Tragfähigkeit und Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft ersichtlich. Ob Kabelgraben, Muffe oder Hausinstallation jeder der wollte und konnte wurde angestellt seine Fähigkeiten in den Dienst des Dorfes zu stellen. Nach Abschluss der Hauptstraße wurde in Zusammenarbeit mit der damaligen Deutschen Bundespost und EAM (beide legten ihre Kabel auch in die Erde) Straße für Straße verkabelt und die Hausanschlüsse fertiggestellt.

Für die Bürger von Nanzenbach begann das Zeitalter der Programmvielfalt. Endlich konnte man auch mitreden. Man war aktuell noch besser man war vielen sogar voraus. Durch Mitglieder der IGF wurde den jeweiligen Hauseigentümer auch Hilfe beim Anschluss der Hausgeräte und Einstellen der Fernsehprogramme gewährt.

Im Oktober 1989 war es dann geschafft, Nanzenbach war verkabelt. Der Anschluss für Jahre gesichert. Laufende Wartungsarbeiten, Neuanschlüsse, Reparaturen nach Schäden durch Baumaßnahmen etc. beschäftigten den Vorstand jedoch weiterhin. Auch die Erweiterungen im Neubaugebiet forderten den Vorstand erneut heraus. Untätigkeit war nicht angesagt. Auch sogenannte „normale Jahre“ verlief nicht ohne lebhafte Diskussionen. Der Kabelversorger wechselte erst von der Deutschen (Bundes-)Post zur Deutschen Telekom AG und ist derzeit im Besitz der Unitymedia Kabel BW GmbH. Jedes Mal gab es neue Ansprechpartner und neue Regelungen. Jedes Mal musste der Vorstand energisch die Interessen von Nanzenbach vertreten.

Dieser zeichnete sich Jahrelang durch eine Kontinuität aus. Nachstehende Personen gehörten dem Vorstand mindestens 10 Jahre an (in alphabetischer Reihenfolge, Stand: 01.04.2013):

-            Werner Braun (12 Jahre)
-            Karl Hartmann (16 Jahre)
-            Achim Horch (10 Jahre)
-            Manfred Horch (23 Jahre)
-            Wolfgang Konietzko (23 Jahre)
-            Rudi Limmert (15 Jahre)
-            Bruno Müller (29 Jahre)
-            Theo Nickel (34 Jahre)
-            Thomas Reeh (14 Jahre)
-            Friedrich Schäfer (11 Jahre)
-            Rolf Schönberger (11 Jahre)
-            Erwin Schorn (31 Jahre)
-            Rudolf Teutsch (14 jahre)
-            Dieter Weil (22 Jahre)

Die technische und insbesondere die Kommunikationstechnik gehen rasant weiter. Der herkömmliche analoge Fernsehempfang durch Antenne und Kabel wird durch Satelittenempfang ergänzt. Die Programmanbieter steigen rasant an. Die über Jahrzehnte üblichen Festnetztelefone werden durch mobile Handys und Smartphone ergänzt bzw. ersetzt. Die Bildqualität bietet neben analog auch digital und HD-Empfang an. Das Internet bekommt eine immer größere Bedeutung. Für die Wirtschaft ist es zu einer unverzichtbaren Größe geworden. Auch immer mehr Privathaushalte wollen auf eine schnelle Internetverbindung nicht verzichten. Die Geschwindigkeiten werden immer schneller und damit auch die Vielseitigkeit der Nutzung.

Wie konnte sich Nanzenbach diesem Trend anschließen?

Nanzenbach war zweigeteilt. Fernsehen und Radio kommt über einen Kabelversorger. Telefon und Internet über Telefonkabel und damit über diverse Anbieter. Netzbetreiber ist die Dt. Telekom AG. Über diese Leitungen ist die Geschwindigkeit jedoch gering. Anfragen zwecks Ausbau und Erhöhung scheiterten an zu hohen Kosten.

Der Kabelverein schaltete sich ein. Gemäß ihrem Ziel den Bürgern eine zeitgemäße Technik zu ermöglichen, wurden drei Variationen erwogen:

a)      Ausbau und Ergänzung des vorhanden Breitbandkabelnetzes

b)      Eigene Satelittenempfangsstation

c)       Kostenbeteiligung am Telekomnetz und dadurch höhere Leistungsgeschwindigkeit

Nach Vorlage und Abwägung aller kosten und zukunftsfähiger Tragfähigkeit wurde sich für Variation a) entschieden.

Da auch diese Variation mit erheblichen Kosten verbunden war, mussten zähe und langwierige Verhandlungen mit dem Anbieter Unitiymedia geführt werden. In 2009 konnte dann ein Vertrag abgeschlossen werden, der den Bürgern sowohl den herkömmlichen Fernsehempfang erhält und verbessert, als auch den interessierten einen hochwertigen Internetanschluss ermöglicht. Der IGF wird weiterhin sein Kabelnetz behalten und auch die Zuständigkeit für Fernseh- und Radioempfang. Für Internet und auch Telefon wird Unitymedia der Ansprechpartner unter Vermittlung des IGF.

Die Investitionskosten wurden vorab aus den Vereinsrücklagen getragen und nachträglich durch Beiträge der Nutzer teilweise ausgeglichen.

Was 2009 noch eine geringe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verursachte, ist mittlerweile zu einem absoluten Hit geworden. Schnelles Internet ist ein „Muss“. Die meisten der umliegenden Gemeinden und Städte versuchen mit Hochdruck ein schnelles Internet zu bekommen. Eine Breitband GmbH soll gegründet werden, Viel Geld soll ausgegeben werden, damit unser Gebiet nicht die Zukunftsfähigkeit verliert. Auch die Kommune die uns in 2008 nicht unterstützte ist nun bereit anderweitig Geld zu investieren um ihren Bürgern und gewerbetreibenden ein allgemein gefordertes Internet Niveau zu bieten.

Nanzenbacher Bürger und an Ihrer Spitze der IGF hatten hier ein besseres Gespür hinsichtlich der Zukunftsentwicklung.

Der Verein hofft, dass alle Nanzenbacher auch weiterhin tatkräftig zu „ihrem IGF“ stehen. Denn am Beispiel des Kabelvereins kann man ersehen, was eine dörfliche Gemeinschaft erreichen kann, wenn sie zusammenhält, eine Vision entwickelt und diese von allen Bürgern nach jeweiliger Fähigkeit unterstützt wird.

Quelle: Präsentationsmappe - Beiträge zum Wettbewerb "Unser Dorf" 2005
Status: Aktualisiert von Bruno Müller 2013

 

Quelle: keine
Status: Keine Aktualisierung trotz mehrfacher Anfrage beim Verein (Nov. 2013)