Dillenburg-Nanzenbach (ul). Zwei außergewöhnliche Geschehnisse prägten im letzten Jahr die Aktivitäten des Nanzenbacher Heimatvereins: Im Mai präsentierte er sich an drei Tagen beim Hessentag in Herborn, am Stand des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus. „Für die Erwachsenen boten wir ein Plattschwätz-Quiz und für die Kinder einmal unser beliebtes Edelsteinschürfen an“, berichtete die Vorsitzende Bärbel Hartmann bei der Jahreshauptversammlung.

Wenige Tage danach feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf das letzte Vierteljahrhundert, die Ehrung der Gründungsmitglieder, eine Diashow über das Dorf sowie Sketche und Gedichte im örtlichen Dialekt bildeten den Inhalt des Nachmittags, auf den ein gemütliches Beisammensein bis in die Abendstunden folgte.

Zur Routine gehören die Wandertouren, die Hans Hartmann regelmäßig in allen vier Jahreszeiten organisiert. „Er zeigt uns dabei immer wieder unbekannte Ecken in unserer Gemarkung und beschert uns außergewöhnliche Ausblicke“, stellte Bärbel Hartmann lobend fest. Eine Kräuterwanderung mit der Nanzenbacher Fachfrau Heike Nickel gehört auch alljährlich dazu. „Beim letzten Mal zeigte sie uns viele früh blühende Kräuter und wie man diese verwenden kann“, erinnerte die Vereinschefin an diese Exkursion.

Viele Energien band das Dorffest im August, das alle Ortsvereine gemeinsam durchführten. „Mit dem Obst- und Gartenbauverein gemeinsam waren wir für Kaffee und Kuchen zuständig“, so Hartmann. Ausfallen musste die Heimat- und Kulturwoche, weil das Gemeinschaftshaus umgebaut wird. Stattdessen führte ein Ausflug ins naturkundliche Museum Wilnsdorf.

Enttäuscht zeigte sie sich von einem Gespräch mit Bürgermeister Michael Lotz wegen eines Hauses im Dorfkern, das sich als Heimatmuseum angeboten hätte. Hartmann: „Er konnte uns keinerlei Zusagen machen. Das Thema ist damit für mich abgeschlossen.“

2017 03 17 heimatverein jhvMit dem Bericht der Kassiererin Margret Boldt zeigten sich alle zufrieden. Es folgte eine kurze Gesprächsrunde, die vor allem den Planungen dieses Jahres galt. Nach der Entlastung des alten Vorstandes waren die Neuwahlen nur noch Routine. Eine an diesem Abend beschlossene Satzungsänderung sorgte dafür, dass es fortan ein gleichberechtigtes vierköpfiges Präsidium gibt, das seine Aufgaben untereinander selbst verteilt. Und das wird für die nächsten zwei Jahre eine Jahre eine reine Frauenmannschaft sein: Margret Boldt, Bärbel Hartmann, Heidrun Herrmann und Rita Reeh. Hinzu gesellen sich die drei Beisitzer Marius Hartmann, Rolf Müller und Lilo Penktner. Die Kasse sollen im neuen Jahr Gerhard Holighaus und Elisabeth Schreier prüfen.

Zum Schluss gab es noch Ehrungen für 25jährige Mitgliedschaften. Eine Urkunde und ein kleines Präsent erhielten Anneliese Gräb, Bärbel Grundig, Gerhard Häuser, Magdalene Horch und Wilmar Reeh. Ein Präsent erhielt auch Dieter Reeh: Der langjährige stellvertretende Vorsitzende trat nicht mehr an.

 

Eindrücke vom Hessentag 2016 in Herborn