„Über Vollsperrung schlecht informiert“

Dillenburg-Nanzenbach (ul). Kritik an Hessen-Mobil übt jetzt die Nanzenbacher SPD. „Das kann nicht sein, dass diese Behörde erst drei Tage vor der Maßnahme über eine Vollsperrung unserer Straße nach Dillenburg informiert“, sagte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Petra Maag jetzt bei einer Vorstandssitzung. „Da hängt zu viel dran. Betroffen davon sind nicht nur die Berufspendler, sondern auch vor allem auch viele ältere Mitbürger, die oft selbst gar nicht mehr Auto fahren“, bemängelte sie, und fügte an: „Ärztliche Sprechstunden in unserem Stadtteil wurden eingeschränkt, und ambulante Pflegedienste wissen nicht, wie sie unter diesen Umständen ihre Aufgaben organisieren können“.

Auch der Zeitpunkt der Baumfällarbeiten sei wenig glücklich gewählt. „Man hätte auch im Herbst roden können, ohne mit dem Naturschutzgesetz in Konflikt zu geraten. Die Gefahr, dass es da auf der Umleitungsstrecke über Hirzenhain Schnee oder Eis gibt, ist erheblich geringer“, sagte sie.

Einen kleinen Seitenhieb gab es auch für den Nanzenbacher Ortsbeirat, dem Petra Maag selbst angehört: „Ich mahnte schon im Herbst eine Zusammenkunft zu diesem Thema an. Diese fand bis zum heutigen Tag nicht statt.“

Jetzt hoffen die Nanzenbacher Genossen, dass die eigentliche Baumaßnahme, die noch im Sommer folgen soll und zu monatelangen Sperrungen führen wird, von den zuständigen Behörden besser vorbereitet und organisiert wird. Zudem fordern sie, dass die Vollsperrung zeitlich auf ein Minimum reduziert. Zeitweise sei es sicher auch möglich, mit Ampel- und Einbahnstraßenregelungen zu arbeiten.