2014-04-25-nanzenbach-galerie 0019Sie war Naturdenkmal und der größte Baum des Schelderwaldes - Die "Donnerfichte" in der Nanzenbacher Gemarkung.

Sie fiel dem Orkan "Niklas" zum Opfer,der am 1./2. April 2015 über Hessen hinwegzog. Im Januar 2007 trotzte die gute Dame noch dem Orkan "Kyrill", der große Waldflächen zu Fall brachte. Doch unsere Donnerfichte blieb gut gewurzelt stehen. Zum Abschied erfährt sie dieser Tage wieder erhöhte Aufmerksamkeit. Viele Nanzenbacher und auch Auswärtige kommen bei milden Temperaturen am Karfreitag zum ehemaligen Standort.

Schaut man sich die Bruchstellen am mächtigen Stamm an, sieht man sofort, dass der biologische Zahn der Zeit an ihm nagte. Das Holz ist weich, zersetzt und angegriffen. Deutliche Pilzspuren sind zu sehen.
Und doch, wenn man neben dem Baum steht, wird einem wehmütig. Wer wanderte nicht als Kind mit Familie und Freunden, mit der Grundschule und später in der Jugendzeit mit seinen Freundinnen und Kumpels an diesen mächtigen Baum. Er hat schon so manchen kommen und gehen sehen. Einige picknickten in seinem kühlen Schatten, andere tranken dort gemütlich einen über den Durst. Stets war es ein imposanter Anblick, wie er da stand, der gut 200 Jahre alte Baum. Kam man um die Biegung eines Waldweges auf ihn zu, lohnte sich ein andächtiger Blick von der Wurzel bis zur Spitze.