Seit fast zwanzig Jahren erinnert am Nanzenbacher Gemeinschaftshaus eine vom örtlichen Heimatverein gestaltete Anlage an die Traditionen des Bergbaus im Schelderwald. Zunächst bestand sie aus zwei Grubenwagen sowie einer Anordnung der lokalen Bodenschätze. Später kam ein kleiner Schaustollen hinzu, im die Werkezeuge der Bergleute ausgestellt sind. Seit dem letzten Herbst steht ein von Horst Nickel konstruiertes Modell eines Fördergerüsts im Mittelpunkt.

uebergabe-gabionen-geopunkt-nzbJetzt erfährt die Anlage eine weitere Aufwertung: Im Rahmen des Nationalen GEOPARKs Westerwald-Lahn-Taunus bildet sie fortan einen Geo-Punkt. Die Aktiven um Bärbel Hartmann bauen derzeit zwei mit örtlichem Gestein gefüllte Gabionen mitsamt den dazugehörigen Infotafeln auf – das „Markenzeichen" des Geopark-Projekts, das mittlerweile schon an vielen Orten der vier teilnehmenden Landkreise zu finden ist. Dabei befindet sich der neue Standort auf historischem Boden: Hier stand einmal die Kupfergrube „Neuer Muth" in Betrieb, die mit den Nachbarzechen „Alte Lohrbach" und „Gemeine Zeche" das bedeutendste Abbaugebiet von Kupfererz in ganz Nassau bildete.

Am kommenden Freitag (11.Okt.) findet um 16.30 Uhr die offizielle Einweihung der neu gestalteten Anlage statt. Dazu werden neben Bürgermeister Michael Lotz Landrat Wolfgang Schuster, Margot Schäfer vom Amt für den ländlichen Raum sowie ein Vertreter der Geopark-Geschäftsstelle aus Braunfels erwartet.

 

 

 

Herbstcafé und kleiner Landmarkt am Samstag und Sonntag

Der Akt bildet auch gleichzeitig den Start für die diesjährigen „Nanzenbacher Heimat- und Kulturtage", zu denen der Heimatverein zum 21 Mal einlädt. Am Samstag (12.10.) öffnet um 14.30 Uhr das Herbstcafé . Wer will, kann sich vorher schon, ab 13.30 Uhr, Hans Hartmann anschließen und zwei Stunden „rund um's Dorf" wandern . Am Tag darauf schließt sich ein „Waffelsonntag" an, bei dem Waffeln in vielerlei Variationen angeboten werden.

Parallel dazu findet an beiden Tagen ein „kleiner Landhandel", bei dem allerlei selbstgemachte Produkte wie Marmeladen und Liköre angeboten werden, sowie ein Bücherflohmarkt statt. Ebenso ist eine kleine Ausstellung „100 Jahre Schule am Hübschbeul" zu sehen. Der Erlös des Wochenendes ist für ein SOS-Kinderdorf in Ruanda gedacht, für das der Heimatverein vor drei Jahren eine Patenschaft übernommen hat.

Der Ort bzw. der Treffpunkt aller Aktivitäten ist das Gemeinschaftshaus in diesem Dillenburger Stadtteil. Der Eintritt ist frei. Vereinschefin Bärbel Hartmann und ihre Mitstreiter erhoffen sich für alle drei Tage möglichst viele Besucher.